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Alphaville
Forever Pop 
WEA

Bereits seit einiger Zeit sind die 80er Jahre wieder schwer angesagt. Das Buchessay „Die Generation Golf“, das eine Jugend in dieser Dekade noch einmal Revue passieren lässt, erfreut sich ungebrochener Beliebtheit. Sollte irgendwann jemand auf die Idee kommen, einen Film über die 80s zu drehen, darf eine Band im Soundtrack nicht fehlen.

Die Rede ist natürlich von Alphaville. Immerhin sind sie eine der wenigen deutschen Popbands dieser Zeit, die internationales Format aufwiesen und auf eine ganze Reihe erfolgreicher Hitsingles verweisen können. „Forever Young“, „Big In Japan“ oder „Sounds Like A Melodie“ sind nur die bekanntesten Titel. Es wird wohl kaum einen Radiohörer geben, der nicht den ein oder anderen dieser Songs kennen dürfte. 

Nun, durchaus pünktlich zum Revival, ist ein Greatest Hits Album der Band um den charismatischen Sänger Marian Gold erschienen. Es trägt den passenden Titel „Forever Pop“ und enthält 13 ganz besondere Songs. Denn es handelt sich hierbei nicht einfach um eine Zusammenstellung der erfolgreichsten Titel, wie das normalerweise in solchen Fällen geschieht. Nein, auf dieser Scheibe befinden sich die aufgepeppten Versionen der alten Klassiker.

Nun sind Remix-Alben durchaus mit Vorsicht zu genießen, nicht selten werden da die Originale arg durch den Fleischwolf gedreht und die Ergebnisse bieten dem Fan nur noch wenig Anlass zur Freude. In diesem Fall sind die Remixer allerdings mit wesentlich mehr Fingerspitzengefühl bei der Sache gewesen. Zudem war Gold stets mit von der Partie und hat sogar die Vocals für die Bearbeitungen neu eingespielt. 

Und so sind Alphaville-Tracks entstanden, wie die Band sie wohl auch zur Zeit konzipiert hätten. Im Mittelpunkt steht zumeist Marian Golds Gesang und auch die Keyboardpassagen sind nur wenig verfremdet. Hier werden mal ein paar Elektrobeats unterlegt, dort einige Soundbasteleien eingebaut und auch das Tempo darf ruhig einmal variiert werden. 

Auf jeden Fall ist noch immer Alphaville drin, wo auch Alphaville draufsteht. „Forever Pop“ entpuppt sich also als gutes Popalbum, randvoll mit 80s-Pop im Gewand des dritten Jahrtausends.

Tracklisting
Forever Young (4:58) / Dance With Me (3:55) / Big In Japan (3:42) / Romeos (4:34) / Summer Rain (4:21) / Jerusalem (4:39) / Summer In Berlin (3:45) / Sound Like A Melody (7:52) / Lassis Come Home (4:54) / Jet Set (4:55) / A Victim Of Love (4:30) / Red Rose (5:40) / Big In Japan (5:00)