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Schlaraffenland InsideOut/SPV 93723 60672 (VÖ: 22.03.04) Kein Zweifel, der so genannte Mittelalter-Rock erfreut sich ungebrochener Popularität. Bands wie In Extremo oder Corvus Corax haben viel dazu beigetragen, diese Mischung aus altertümlichen Klängen und moderner Musik hierzulande bekannt und beliebt zu machen. Dabei frönen diese beiden Bands eher der härter Gangart. Es gibt aber auch Formationen, die es ein wenig betulicher angehen lassen, ohne dabei freilich hausbacken oder zu zahm zu wirken. Adaro ist eine solche Formation. Seit 1997 erfreuen sie die Fangemeinde des Mittelalterrock mit ihrer eigenen Form dieser Musik. Auch sie bezieht ihren Reiz aus der Kombination traditioneller Instrumente wie Dudelsack, Drehleier, Bombarde, Flöten und Krummhorn mit dem modernen Rockband-Instrumentarium. Zudem kann Adaro mit Konstanze Kulinsky eine hervorragende Sängerin aufweisen, die mit ihrer tollen Stimme immer wieder Akzente zu setzen weiß. Das Ergebnis ist mitreißender Mittelalterrock, der ohne jegliche Brachialität daherkommt und mit Metal nicht viel zu tun hat. Auf ihrem aktuellen Album sind Adaro zu einer Reise ins Schlaraffenland aufgebrochen. Dort, wo der Faulste unter den Faulen König ist, einem gebratene Tauben in den Mund fliegen und Milch und Honig fließt, sind die zwölf Songs der CD angesiedelt. Erzählte noch das letzte Album „Minnespiel" von ehrbaren Rittern und sittsamen Maiden, geht es hier ein wenig eindeutiger zur Sache. „Wohl dem Leibe, der dem Weibe solch Freude machen kann" heißt es da beispielsweise in „Wohl dem Leibe". Alles, was Körper und Seele Spaß macht, inspirierte Adaro zu ihren Songs. Durch die sorgsamen
und abwechslungsreichen Arrangements, die immer wieder auf mitreißenden
Dudelsack- und abgefahrenen Drehleierparts aufbauen, nehmen Adaro die Hörer
nicht nur inhaltlich, sondern auch musikalisch mit ins Schlaraffenland.
Eine prima CD, nicht nur für Fans des Genres.
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