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Alkemyst
Meeting In the Mist
Nuclear Blast NB1140
(VÖ: 30.06.03)

Die französische Musikszene ist im Allgemeinen nicht unbedingt dafür bekannt, am laufenden Band Heavy Metal-Acts von Rang und Namen hervorzubringen. So kann man auch die harten Rocker von internationalen Kaliber, die ihre Heimat im Land von Wein und Baguette haben, an den Fingern einer Hand abzählen.

Nun schickt sich mit Alkemyst eine neue Combo an, den Schwermetall-Olymp zu erobern. Ihre Ursprünge gehen bis auf das Jahr 1992 zurück, damals firmierte man noch unter dem Namen Endless. Den mussten sie aber endgültig 1999 abgeben, da schon eine andere Kapelle Ansprüche auf ihn angemeldet hatten und man Streit vermeiden wollte. In den ersten Jahren ihres Bestehens orientierten sich die Franzosen in erster Linie an Bands wie Helloween, Blind Guardian oder auch Annihilator.

Nicht nur mit dem Namen gab es Schwierigkeiten, auch die ersten Line-Ups der Band erwiesen sich nicht als sonderlich haltbar und so änderten Endless in den ersten Jahren häufig die Besetzung. Erst 1998, kurz vor der Namensänderung, war ein recht stabiles Line-Up gefunden.

Mit dieser Besetzung ging es dann 1999 – jetzt als Alkemyst – ins Studio, um das Albumdebüt einzuspielen. Aber das Glück war der Formation noch immer nicht treu, bei einem Festplattencrash verloren sie fast das komplette schon aufgenommene Songmaterial. Lediglich zwei Songs konnte sie retten. Da blieb dem Quintett nichts übrig, als das material neu einzuspielen.

Aber nun ist es soweit, mit „Meeting In The Mist“ liegt das Debüt-Album der Franzosen endlich vor.  Stilistisch bemerkt man noch deutliche Parallelen insbesondere zu Helloween und Blind Guardian, den Helden aus frühen Tagen. Powermetal ist also in erster Linie angesagt, wenn die CD im Player rotiert. Dabei gelingt es der Band durchaus, Abwechslung in die Angelegenheit zu bringen. Bisweilen schleichen sich einige funkige Passagen in den Sound, dann wieder kommen Alkemyst mit mächtigem Chorgesang fast schon bombastisch daher und schließlich nehmen sie hin und wieder auch mal den Fuß vom Gas und lassen es etwas ruhiger angehen.

Alles in allem macht dieses Debüt ein wirklich ordentlichen Eindruck, ohne dabei aber restlos begeistern zu können. Dafür wirkt der Sound noch ein wenig zu beliebig, da gibt es wenig Neues, so ähnliche Songs hat man schon zig-Mal gehört. Allerdings sollte man den Jungs zugute halten, dass die Produktion von „Meeting In The Mist“ nicht einfach war. Warten wir’s mal ab, vielleicht wird das nächste Album ja schon der Hammer.
 

Tracklisting
1. Spells & Elixirs  
2. Still Alive  
3. It’s Time  
4. Up To Heaven’s Gate  
5. Hold On To Your Dreams  
6. A Meeting In The Mist        
7. Passage  
 Empty Skies Nameless Son:  
8. Chapter I – The Awakening  
9. Chapter II – The Falling Star  
10. Chapter III Visions And Doubt