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Asgaroth
Red Shift
Peaceville/Snapper/SPV
(VÖ: 21.10.02)

Bisweilen dürfen auch alte Hasen im Geschäft, wie das britische Underground- und Metal Label Peaceville, wieder einmal eine Premiere verkünden. So geschah es Ende Oktober, als mit Asgaroth das erste spanische Signing des Labels an den Start ging.

In ihrer südeuropäischen Heimat sind Asgaroth schon seit Mitte der 90er Jahre kein unbeschriebenes Blatt mehr. Ursprünglich als Soloprojekt des Bassisten Daniel Rubi Piero ins Leben gerufen, entwickelte sich Asgaroth schnell zu einer „richtigen“ Band. 1996 erschein dann mit „Trapped In the Depth Of Eve“ das Debütalbum. Mit seiner Mischung aus Sypmphonic Black- und Death-Metal zählt es noch immer zu den musikalischen Leckerbissen des Genres.

Obwohl das Album überall, wo man es hörte, für viel Begeisterung sorgte, verschaffte es Asgaroth den verdienten internationalen Durchbruch noch nicht. Es folgte die Phase, die vielen jungen Band das Genick bricht: einige Line-Up-Wechsel waren zu verkraften. Unseren Spaniern schien dies indes nur wenig Kummer zu bereiten. Lediglich mit der Produktion neuzer Tonträger wollte es nicht so recht klappen. Zwar gab es 1998 eine Mini-CD und auch der ein oder andere Sampler-Beitrag wurde eingespielt, bis zu den Aufnahmen für den längst überfälligen zweiten Longplayer dauerte es noch bis zum Jahr 2000.

Der erhielt den Titel „Red Shift“ und kam 2001 zunächst nur in Spanien auf den Markt. Wieder löste die Produktion eine Welle der Begeisterung aus und diesmal konnte man mit Peaceville auch endlich einen Partner finden, der die Freude der Fans teilte und das Album nun auch international auf den Markt bringt.

„Red Shift“ enthält elf Tracks, allesamt Beispiele für Death Metal auf höchstem Niveau. Die symphonischen Elemente sind im Vergleich zum Debüt ein wenig zurückgefahren worden, sorgen aber trotzdem bei eineigen Tracks für die besondere Note. Ansonsten bieten und Asgaroth eine ausgewogene Mischung aus Düsternis und Aggression, verbinden gekonnten Riffing mit klug eingesetzten Keyboards und präsentieren sich sowieso als großartig eingespielte Band.

Kein Zweifel, mit „Red Shift“ ist Asgaroth ein hochklassiges Death-Metal-Album gelungen, das keine Wünsche mehr offen lässt. Außer – vielleicht – den nach einem schnellen Nachfolgewerk. 

Tracklisting
1. Naked Eye
2. Lured decoy
3. Cyphered
4. Bluntness
5. Buried
6. Mindscape
7. Descent To Dion
8. I, Befouled
9. 6 Bloodmarks
10. Sharpedge Solitude
11. Red Shift…