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The Blood Brothers
March On Electric Children
Three One G/PIAS 21

Der Produzent Ross Robinson ist dafür bekannt, dass er sich nicht mit Nullen einlässt. Zu den Bands, mit denen er immer wieder gern arbeitet, zählen so illustre Namen wie Fear Factory, At The Drive In oder Korn. Und nun hat es ihn ein Quintett mit dem lieblichen Namen The Blood Brothers mächtig angetan.

Gegründet hat sich diese Hardcore-Formation bereits 1997. Was folgte, war der normale harte Weg, den jede junge Rockband zu gehen hat. Ein Debütalbum wurde produziert und in ellenlangen Touren promotet. Währen dieser Touren reifte nicht nur die Band, sondern auch die Idee für ein Konzeptalbum.

„We wanted to put togather a short stroy that had themes and characters and plot lines”, erklärt Sänger Jordan Blilie diesen Plan. Und das ist ihnen auch gelungen. Insbesondere „short“ ist dieses Album geworden. Nach gut 20 Minuten haben die elektrischen Kinder nämlich ihren Marsch leider schon wieder beendet.

Die wenigen Minuten haben es allerdings in sich. Da geht es richtig zur Sache. Die fünf Musiker knüppeln sich durch ihr Repertoire, bis kein Verstärker mehr steht und die Gehörgänge so richtig heftig durchgepustet worden sind. Bei aller Lautstärke und Aggressivität wirkt die Musik der Blood Brothers dabei nie eindimensional oder einfallslos. Gerne mischen die Jungs ein paar schräge Töne und skurrile Einfälle in ihre Songs. Da macht das Zuhören schon Spaß – sofern man etwas für ultraharte und schnelle Musik übrig hat.

Es gibt also einiges zu entdecken auf diesem Album und wenn es die Blood Brothers irgendwann einmal schaffen sollten, ein auch von der Spieldauer her akzeptables Album abzuliefern, gibt es überhaupt keinen Grund zum meckern mehr. Zur Zeit bleibt noch ein schaler Nachgeschmack nach einem kurzen und heftigem Genuss.

Tracklisting
1. Birth Skin / Death Leather
2. Meet Me At The Water Front After The Social
3. March On Electric Children
4. New York Slave
5. Kiss Of The Octopus
6. Siamese Gun
7. Mr. Electric Ocean
8. Junkyard J. vs. The Skin Army Girlz / High Fives, L.A. Hives
9. American Vultures