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Chimaira
Pass Out Of Existence
Roadrunner 12 084772

Wer schon einmal die USA bereist hat, weiss zu berichten,. dass Cleveland nicht eben zu dem allergrößten Attraktionen des Landes zählt. Vielmehr soll hier – so will es das stets gut informierte Gerücht wissen – recht gründlich der Hund begraben sein.

Und was macht die lokale Jugend, wenn so gar nichts Spannendes zu erleben ist? Man säuft, hängt in der Spielhalle ‚rum oder sucht sich ein paar Instrumente und schaut, ob man sich die Zeit mit Musik vertreiben kann. Und plötzlich wird es doch noch spannend in Cleveland, USA.

Zumindest seit 1998 ist das so. Denn in diesem Jahr gründeten Jason Hanger (Ex Ascension) und Mark Hunter (Cleveland’s Skipline) die Formation Chimaira. Man suchte sich noch einige Mitstreiter und produzierte erst einmal eine EP. „This Present Darkness“, vor einem Jahr erschienen, verkaufte sich immerhin 10.000-fach. Von solchen Zahlen können viele andere Bands nur träumen.

Klar, das dieser Erfolg genug Ansporn darstellte, einen Longplayer einzuspielen. Der liegt nun vor und trägt den Titel „Pass Out Of Exixstence“. Für die Aufnahmen konnte mit Stephen Carpenter ein weiterer Gitarrenheld gewonnen werden und so waren die Weichen für ein gitarrenorientiertes Poweralbum gestellt.

Genau das ist „Pass Out Of Existence“ auch geworden. Da folgt ein energiegeladenes Gitarrengewitter dem anderen. Unterlegt wird das Ganze von Stakkatotrommeln des Andols Herrick und einem wunderbar wummerndes Bass. Freunde rhythmischen Metals kommen hier also auch nicht zu kurz. Das Besondere an Chimaira ist indes, dass sich die Jungs nicht mi5t dieser Mischung begnügen. Gerne mixen sie noch weitere Soundsprengsel und teilweise abgedrehte Effekte unter die Musik. Dass das nicht nur Kleine-Jungs-Spielereien sind, merkt man schnell. Diese ungewöhnlichen Sounds sind ganz gezielt eingesetzt und passen hervorragenden in das Konzept der Songs.

Trotz aller Experimente steht der Metal aber stets ganz klar an erster Stelle. Bisweilen treiben es die sechs Mus8ker gar dermaßen heftig, dass man schon starke Nerven benötigt, um den entsprechenden Track wirklich genießen zu können (z.B. „Severed“). Seinen Höhepunkt findet das Album zweifelsohne im knapp 14-minütigen „Jade“, bei dem die Band zeigt, dass auch einen Gang gemächlicher geht.

Insgesamt geben Chimaira mit „Pass Of Existence“ eine eindrucksvolle Visitenkarte ab. 

Tracklisting
Let Go (3:51) / Dead Inside (3:45) / Severed (3:16) / Lumps (3:54) / Pass Out Of Existence (3:24) / Abeo (1:44) / Sp Lit (3:12) / Painting The White To Gray (4:44) / Taste My… (4:02) / Rizzo (4:38) / Sphere (4:20 ) / Forced Life (3:46) / Options (3:50) / Jade (13:56)

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