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Love, Peace & Respect Fenn Music/Dixiefrog CD8570 (VÖ: 15.03.04) Wenn ein Schwergewicht wie Popa Chubby wütend wird, kann es leicht ungemütlich werden. Und Chubby ist wütend: auf die amerikanische Regierung, die Kriegstreiber und -gewinnler und all die Mitläufer und Denunzianten, die seit dem 11. September in den USA (und anderswo) ihr Unwesen treiben. Ihrer nimmt er sich auf seinem neuen Album „Love, Peace & Respect“ an. Dabei bricht sich seine Wut nicht in Gewaltexzessen oder -fantasien Bahn, Popa Chubby nutzt seine Gitarre als Waffe und präsentiert sich auf dieser CD zudem als scharfzüngiger Kritiker uind Komnetator des „neuen“ Amerika. Schon im Opener „Un-American Blues“ wird er deutlich: Mit „So be careful what you say / Or brother you’re gonna be locked away” beschreibt er treffend die allgegenwärtige Bespitzelung unter dem Deckmantel der Terroristenjagd. Mit der gleichen Offenheit geht es auch weiter. In „Young Men“ heißt es zum Beispiel: „Young men, don’t go marching off to war / Stay at home and live yout lives / You don’t know what you’re fighting for / Freedom’s not what you’ll be dying for / Young men, don’t go marching off to war.” Mit den Kriegstreibern geht Chubby auch auf dem CD-Cover hart ins Gericht. Hier seien noch einmal einige Zeilen zitiert, um den Charakter seiner Wut zu verdeutlichen: „(...)double speek is just twice the lies / there ain’t no glory no flag to rise / the eagle hides his head in shame / his sons are wicked and to blame / for genocide and and poverty they subjugate all humanity / and so it’s easy to ignore the cry fpr peace while they make war (…)” Natürlich lebt dieses Album nicht nur von den scharfzüngigen und treffenden Texten, sondern hat auch musikalisch wieder Einiges zu bieten. Die Musik ist fest im Blues verankert, Popa Chubby erlaubt sich aber immer wieder – wie man es von ihm gewöhnt ist – Ausflüge in den Soul, Jazz, Funk, Reggae, eine wenig Rap und natürlich den Rock. Beim Abschlusstrack, „See You In Sete“ begibt er sich gar auf Latinio-Pfade und macht Meister Carlos Santana Konkurrenz. Das alles ergibt eine abwechslungsreiche und hochklassige Mischung, die auch in künstlerischer Hinsicht keine Fragen offen lässt. Allen Tracks gemeinsam ist dabei Chubbys großartiges Gitarrenspiel, das ihn zu einem der profiliertesten Vertreter des modernen Blues gemacht hat. Somit haben wir es
hier in zweifacher Hinsicht mit einem ambitionierten Album zu tun. Zum
einer nimmt Chubby kein Blatt vor den Mund und macht seiner Empörung
über die amerikanische Politik und Gesellschaft Luft und zum anderen
bringt er seine Inhalte in musikalisch tollen Songs zum Ausdruck. „Love,
Peace & Respect“ dürfte so eines der wichtigsten Alben von Popa
Chubby, vielleicht sogar des modernen Blues überhaupt sein.
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