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The Eyes Of Alice Cooper Spitfire SPITCD 090 (VÖ: 22.09.03) Alice Cooper zählt zu den alten Haudegen im Rockgeschäft, seine Auftritte aus den 70ern sind längst Legende und auch viele seiner Platten und Songs zählen zu den Klassikern. Leute wie Alice Cooper tun sich schon seit einiger zeit schwer damit, sich mit aktuellen Produktionen im Musikgeschäft zu behaupten. Irgendwie haben sie sich selbst schon ein bisschen überlebt, andere bestimmen die Schlagzeilen. Dabei ist ihr musikalisches Output gar nicht mal unbedingt schlechter geworden, oft hat man es gar mit richtig guten Platten zu tun, nur verkaufen sich die guten Stücke in Zeiten von VIVA, MTV und „Deutschland such den Superstar“ einfach nicht mehr so leicht und gut wie früher. Und so hat es auch Alice Cooper mittlerweile nicht mehr leicht. Dennoch startet er immer mal wieder einen neuen Anlauf, geht mit einem weiteres Album an den Start. „The Eyes Of Alice Cooper” stellt dabei Coopers neuste Nummer im Rockzirkus dar – und allemal nicht die schlechteste, das kann vorweg schon einmal bemerkt werden. Alice Cooper spielt in der klassischen Rockbesetzung, also mit zwei Gitarristen, Bass und Schlagzeug, und er fügt Keyboard-Parts plus Überraschungsgäste hinzu. Seine Band besteht aus den langjährigen Gitarristen Eric Dover and Ryan Roxie, dem ebenso langjährigen Schlagzeuger Eric Singer plus dem neuen Bassisten Chuck Garric. In dieser Konstellation hat die Gruppe dreizehn neue Stücke aufgenommen, die alle von Alice Cooper in Zusammenarbeit mit Dover and Roxie komponiert wurden. Diese Besetzung lässt es dann auch über weite Strecken so richtig schön krachen, nur einige wenige Balladen unterbrechen den ansonsten energiereichen Sound des Albums. Die Produktion des Albums sollte möglicht direkt, das heißt live und ohne störende Overdubs vonstatten gehen. Durch diese Produktionsweise hat das Album sich etwas ungeschliffenes, unmittelbares bewahrt, das teilweise sogar ein wenig an Punk erinnert. Perfektion ist weniger das Gebot der Stunde als Wahrhaftigkeit und – nicht zuletzt – Spaß. Und so kommt „The Eyes
Of Alice Cooper“ erfrischend und rotzig daher und nimmt sich selber nicht
zu ernst – und daran merkt man dann doch wieder die Abgeklärtheit
des Veteranen.
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