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Forever Cooking Vinyl COOK CD 231 „Wir versuchen einfach, intelligente Rockmusik zu machen. Wir wollen nicht elitär oder abgehoben sein. Wir wollen unseren Spaß haben, darum geht es. Ich habe nie daran gedacht, dass man sich unter Wert verkaufen muss, um populär zu sein. Erfolgreiche Rockmusik muss nicht dumm sein. Das Beste, was man tun kann, ist seinem Publikum zu vertrauen. Darauf vertrauen, dass da auch andere Leute sind, die das gleiche fühlen wie du.“ Mit diesen eindringlichen Worten beschreibt David Lowery, Sänger, Gitarrist und Songschreiber der Band Cracker die Grundlagen seiner Arbeit. Das Ergebnis dieser Arbeit sind durchweg hochklassige, bisweilen ein wenig schräge und immer wieder sehr überraschende Rockscheiben. Da spielt die Band scheinbar sorglos mit Genregrenzen, karikiert sich selbst und die Kollegen aus dem Musikbiz und findet dann urplötzlich wieder zu einiger Ernsthaftigkeit zurück. Das mag bisweilen ein wenig verstörend wirken, entpuppt sich zumeist allerdings als wirklich große Sangeskunst. Auch „Forever“, das aktuelle Album, das nach vier Jahren Pause nun endlich in den Plattenläden steht, weist derartige - manche nennen es gar magische - Momente auf. Bei Songs wie „Brides Of Neptune“, „Don’t Bring Us Down“ oder „Merry Christmas Emily“ leben Lowery und sein Mit-Songschreiber Johnny Hickman ihre Qualitäten als Songwriter-Qualitäten so richtig aus. Dass Cracker es auch einmal so richtig krachen lassen können beweisen sie mit „Guarded By Monkeys“ und „Ain’t That Strange“ kommt als richtig schöne Glamrock-Nummer daher. Das im Midtempo-Bereich angesiedelte „One Fine Day“ stellt einen weiteren – wenn nicht den absoluten – Höhepunkt des Albums dar. Abwechslung ist also auch auf diesem Werk angesagt. Dabei ist es allerdings nicht, so dass „Forever“ wie ein willkürlich zusammen gepuzzeltes Sammelsurium verschiedener Stilarten wirkt. Die Platte stellt vielmehr schon ganz deutlich eine Einheit dar. Und es wäre natürlich keine Cracker-Scheibe, wenn nicht immer mal wieder eine ordentliche Portion schräger Sounds und Augenzwinkern mit von der Partie wären. Insgesamt ist „Forever“ sicherlich kein Album für jedermann. Man muss schon die Bereitschaft mitbringen, sich hin und wieder auf ungewöhnliche Pfade zu begeben, um es wirklich zu mögen. Wer sich allerdings für Experimente offen zeigt, dürfte seine helle Freude an diesem Werk haben. |
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