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Weathered Epic/Sony 504979 2 Das Kind braucht einen Namen! Dieses Phänomen kennen wir gerade auch im Musikbereich zur Genüge. Und so versuchen alle Menschen, die mit Musik zu tun haben, diese in bequeme Schubladen zu stecken, um so am besten mit nur einem Wort die Arbeit einer ganzen Band charakterisieren können. So etwas klappt nur selten und bei der Band, mit der wir es hier zu tun haben, schon mal gar nicht. Die Rede ist von Creed, jener US-Rockband, die in den vergangenen vier Jahren für einigen Wirbel gesorgt hat. Zurecht genießen die Jungs um Frontmann Scott Stapps viel Aufmerksamkeit, denn ihre beide ersten Alben enthalten jede Menge tolle Rockmusik. Rap-Rock wollten die einen auf den Tonträgern vernommen haben, für Andere wiederum war’s Nu Metal, was Creed zu bieten hatten, Dritte wiederum machten sie zur Speespitze des Neogrunge. Und so machten sich viele Menschen viel zu viel Mühe und wurden der Band dabei nie voll und ganz gerecht. Bleiben wir also am besten schlicht und ergreifend beim Rock. Denn auch auf ihrem dritten Longplayer, „Weathered“, bleiben Creed ihrer Linie treu – und das heißt, sie lieben abwechslungsreiche Rockmusik. Auch auf diesem Album befinden sich wieder Beispiele für alle oben genannten Stilrichtungen, aber man kann hier noch viel mehr finden: Ein sicheres Gespür für den „richtigen“ Song, hervorragendes Songwriting und eine Variabilität, die nicht viele Bands aufweisen können. Man nehme zum Beispiel das ruhige „Lullaby“, das nur von einer akustischen Gitarre begleitet wird. Es passt genauso auf das Album wie das wesentlich aggressiver auftrumpfende „Freedon Fighter“. Über allem thront auf „Weathered“ allerdings das gut 8-minütige „Who’s Got My Back?“, das die Songwriterqualitäten der Band eindrucksvoll unter Beweis stellt. Insgesamt ist auch dieses dritte Werk von Creed ein überdurchschnittlich gutes Album geworden, das sich alle Rockfans unbedingt zulegen sollten. |
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