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Cypress Hill
Stoned Raiders
Sony/Columbia 504171 2

Spätestens seit Mitte der 90er Jahre sind Cypress Hill eine feste Größe im internationalen Musikgeschäft. 1995 war es nämlich, dass sie erstmals als Headliner der legendären Lollapalooza-Festivals gebucht wurden. Kurz zuvor waren sie von den Lesern des Rolling Stone zum besten Rap-Act des vorangegangenen Jahres gewählt worden.

Seither sind die vier harten Jungs mit wachsendem Erfolg auf den Bühnen und im Studio tätig. Ihr letztes Studioalbum, „Skull And Bones“, brachte es innerhalb kurzer Zeit auf Rang vier der deutschen Albumcharts. Hier mischten Cypress Hill erstmals eine ordentliche Portion Rock in ihren Rap und dieser Crossover war gekonnt und gefiel den Fans.

Nun folgt mit „Stoned Raiders“ ein weiteres Studiowerk. Auch hier kümmern sich die Jungs wenig um Genregrenzen. Da wird gerappt, hip gehoppt, gerockt und bisweilen auch ganz schön heftig in metallischen Gefilden geknüppelt. Das ist zwar wahrlich nicht neu, aber so, wie Cypress Hill es vorführen, gut. Die Doppelsingle „Trouble/Lowrider“ zeigt sehr schön die beiden Pole, zwischen denen sich die Band musikalisch in erster Linie bewegt. Dabei repräsentiert „Trouble“ die brachial rockende Variante und „Lowrider“ steht eher für den rappenden Bereich. Außerdem lässt sich anhand der beiden Songs gut feststellen, dass Cypress Hill sich wirklich Genrebergreifend wohlfühlen und auszudrücken vermögen, eine Fähigkeit, die nur wenige Bands beherrschen.

Neben aller Brachialität, die für Cypress Hill kennzeichnend ist und für die die Band auch geliebt wird, findet man auf „Stoned Raiders“ aber auch ruhige Töne. Einen besonderen Leckerbissen stellt hierbei der Track „Bitter“ dar. Der ruhige und düstere Song, bei dem Cypress Hill von Jessy Moss als zusätzlicher Sängerin unterstütz wird, markiert ein weiteres Highlight der CD.

Alles in Allem ist den Jungs einmal mehr ein abwechslungsreiches und gutes Album irgendwo im Niemandsland zwischen Rap, Rock und Metal gelungen, das den Anhängern all dieser Musikrichtungen gleichermaßen Freude bereiten dürfte.

Tracklisting
Intro / Trouble / Kronologik / Southland Killers / Bitter / Amplified / It Ain’t Easy / Memories / Psychodelic Vision / Red, Meth & B. / Lowrider / Catastrophe / L.I.F.E. / Here Is Something You Can’t Understand

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