Home

Links
Bands A-F
Bands G-M
Bands N-S
Bands T-Z
Musik allgemein
Labels
Fanclubs

Tonträger
Aktuell
Re-Releases
Archiv
Shops

Krautrock-Archiv

Double Trouble
Been A long Time
Tone Cool/Ruf 34047-1180-2

Nur selten findet man sie im Rampenlicht, die Männer (und Frauen) an Bass und Schlagzeug. Allenfalls bei der Vorstellung der Musiker während eines Konzerts schlägt kurzfristig ihre große Stunde, wenn sie als Solisten die ganze Aufmerksamkeit des Publikums genießen können. Für gewöhnlich agieren die Rhythmus Sektionen aber im Hintergrund und legen das Fundament, auf dem sich die Musik der Solisten entwickeln kann. 

Hin und wieder treten aber auch die Rhythmus Musiker nachhaltig ans Rampenlicht. Im Reggae sind das beispielsweise Sly & Robbie, die mittlerweile wahre Kultfiguren geworden sind. Und auch der Schlagzeiger Chris Layton und der Bassist Thommy Shannon zählen zu den wenigen Rhythmus-Duos, die sich mittlerweile ihre Mitspieler aussuchen könne. Bekannt wurde die beiden als Double Trouble indes auch an der Seite eines begnadeten Solisten – Stevie Ray Vaughan.

Nach dessen tragischen Tod verlor sich Double Trouble nicht aus den Augen, sondern die beiden Musiker gründeten zunächst die Formation „Arc Angels“ und schließlich die hochgelobten „Storyville“. Beide Bands sind mittlerweile auch Geschichte.
Aber Layton und Shannon machen weiter, und zwar unter dem Namen, der sie bekannt gemacht hat. Jüngst ist ihr Debüt als Double Trouble erschienen. „Been A Long Time“ ist der treffende Titel der CD, auf der sich die beiden Musiker eine Menge namhafte Verstärkung ins Studio geholt haben. Jimmy Vaughan, Johnny Lang, Willlie Nelson und die hervorragende Susan Tedeshi zählen unter anderen zu den Gästen auf „Been A Long Time“. 

So vielfältig wie die Frontleute gestaltet sich auch die Musik auf dem Album. Mal kommt das ganze ruhig, fast akustisch daher, dann gibt es wieder einen stärkerer Country-Einschlag und nicht zuletzt regiert auf vielen Stücken der Rock und – natürlich – die E-Gitarre. Dass es sich hier dennoch nicht um ein unmotiviertes Sammelsurium handelt liegt vor allem an der begnadeten Rhythmusarbeit der beiden Hauptdarsteller und an der Tatsache, dass der Blues die Grundlage für alle Kollaborationen auf diesem Album darstellt. 

Insgesamt haben wir es hier mit einem großartigen Debüt einer legendären Formation zu tun (so paradox das auch klingt). Wer sich diese Scheibe nicht anschafft, verpasst einige große Blues-Momente. 

Tracklisting
Cry Sky (5:36) / Turn Towards The Mirror (4:23) / Say One Thing (4:07) / Rock And Roll (3:06) / Skyscraper (4:24) / In The Middle Of The Night (3:03) / She’s All Right (5:19) / Groundhog Day (3:56) / In The Garden (3:40) / Baby, There’s No One Like You (4:52)