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Six Degrees Of Inner Turbulence Elektra/Eastwest 7559-62742-2 Nicht wenige Musikkritiker und –chronisten schreiben Dream Theater den Verdienst zu, den Progrock zu neuer Blüte geführt zu haben. In wirklich schien Ende der 80er Jahre, als sich die Band in Long Island gründete, dieses Genre ein längst vergessen Zeit anzugehören. Kaum eine Formation wagte es zu dieser Zeit mit komplizierten Songstrukturen, überragenden und bisweilen sehr ausgedehnten Instrumentalpassagen und einer Mischung aus Rock, Metal und Jazz an die Öffentlichkeit zu treten. Dream Theater taten dies aber von Anfang an so überzeugend und selbstverständlich, dass das Quintett binnen kurzer Zeit Kultstatus erreichte. Dabei ruhten sich Dream Theater nie auf einmal gewonnen Lorbeeren aus, sondern versuchten stets sich weiter zu entwickeln. Das hatte einerseits zur Folge, dass jede neue Veröffentlichung der Band mit großer Spannung erwartet wurde , andererseits verlangten sie ihren Fans dabei natürlich auch Einiges ab. Aber da alle ihrer Produktionen bislang von überdurchschnittlicher Qualität gekennzeichnet sind, konnten sich Dream Theater langsam aber sicher den Ruf als beste Progrock/Progmetal-Band derzeit erspielen. Nun liegt ein weiteres Werk der Kultformation, „Six Degrees Of Inner Turbulence“ betitelt, vor. Und wieder einmal haben sich die Herren LaBrie, Myung, Petrucci, Portnoy und Rudess selbst übertroffen. Das Doppelalbum quillt förmlich über vor guten Ideen und Kreativität (ohne dabei freilich überfrachtet zu wirken). Allein der Opener, das knapp 14-minütige „The Glass Prison“ sprengt dabei alle Grenzen des Genres. Da meint zunächst es mit einem waschechten Metal-Reißer zu tun zu haben, so kraftvoll kommen die Gitarren daher, doch schon bald dominieren tolle Keyboardpassagen und selbst ein paar Anleihen beim HipHop sind nicht von der hand zu weisen. So verschieden diese Elemente auch sein mögen, Dream Theater schaffen es trotzdem, sie zu einem Ganzen zu verschmelzen. Das Album fängt also schon auf hohem Niveau an. Erfreulicherweise können die Jungs dieses Niveau auch während der weiteren Songs halten. Da gibt es dann richtig schön knackigen Metal zu bewundern, elegische Keyboardparts sorgen für ruhigen Zwischentöne, klassische Elemente werden ebenso eingestreut wie Versatzstücke aus dem Jazz und alles klingt wie aus einem Guss. So muss Progrock anno 2002 klingen Den absoluten Höhepunkt des Albums markiert der Titelsong, der mit seinen gut 42 Minuten Spieldauer die komplette zweite CD füllt. Hier erleben wir noch einmal all das, was den Progressive Rock made by Dream Theater ausmacht, in komprimierter Form. „Six Degrees Of Inner Turbulence“ ist ein intelligentes und vielschichtiges Rockalbum geworden, das mit jedem neuen Anhören noch an Tiefe und Klasse gewinnt. Mit dieser CD haben Dream Theater ihr bislang bestes Werk, ihr Opus Magnum, abgeliefert – eine Platte, die man einfach haben muss! |
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