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Fear Factory
Digimortal
Roadrunner

In den vergangenen zehn Jahren haben sich Fear Factory einen Ruf wie Donnerhall in der Metal-Szene erspielt. Dabei sorgte nicht nur ihre kompromisslose Härte für Begeisterung, sondern auch ihre Experimentierfreude.

Nichts schien der Band mehr zuwider zu sein, als im eigenen Saft zu schmoren, sich musikalisch nicht weiter zu entwickeln. Und so haben sie auch mit „Digimortal“, ihrem neuen Album wieder ein neues Kapitel aufgeschlagen.

Auch wenn „Digimortal“ vielleicht kein Konzeptalbum im engeren Sinne geworden ist, zieht sich doch ein konzeptioneller Gedanke wie ein roter Faden durch die elf Tracks: das Aufeinandertreffen von Mensch und Maschine. 

Umgestzt haben Fear Factory diese diesen Gedanken mit aller nötigen Härte (und das ist Einige). Eine der großen Stärken des Albums liegt aber darin, dass es sich nicht in nutzlosem Geknüppel verliert. Auch wenn es mächtig zur Sache geht und Raymond Herrara sein Schlagzeug ganz furchtbar verprügelt, sind alle Stücke von bisweilen recht melodiösen Gitarrenriffs gekennzeichnet. Auch Shouter Burton C. Bell zeigt sich wieder einmal als flexibel. Mal kann er so richtig schön gefährlich brüllen, dann wieder kommt sein Gesang (für seine Verhältnisse) fast verhalten daher. 

Auf diese Art und Weise basteln Fear Factory eine Mischung aus Hardcore und Industrial, die sie auch gerne mal mit ein paar Soundschnipseln aus den Keyboards anreichen. Insgesamt ist „Digimortal“ ein weiterer Meilenstein in der Fear Factory Geschichte geworden und zeigt, wie wichtig diese Formation für den Heavy Metal im dritten Jahrtausend ist. Wer einen Eindruck davon bekommen möchte, wie moderner, guter Metal klingt, kommt an dieser Scheibe nicht vorbei.

Tracklisting
What Will Become / Damaged / Digimortal / No One / Linchpin / Invisible Wounds (Dark Bodies) / Acres Of Skin / Bach The Fuck Up / Byte Block / Hurt Conveyer / (Memory Imprints) Never End