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Fields Of The Nephilim
Fallen
Oblivion/SPV 085-63502 CD
(VÖ 07.10.02)

In den 80er Jahre stellten die Fields Of The Nephilim einen der herausragenden Gothic-Acts überhaupt dar. Bis zu ihrer recht plötzlichen Auflösung 1991 veröffentlichten sie sechs Alben und gaben unzählige Konzerte.

Besonders prägend für den Sound der britischen Düsterrocker war die dunkele Stimme des Frontmanns Carl McCoy. Sie verlieh den Songs einen bisweilen beschwörenden Unterton und war somit maßgeblich für die Eindringlichkeit der Musik verantwortlich. Daneben trugen die eindringlichen und teilweise hypnotischen Gitarren sehr zum Erfolg der Band bei.

Nach dem Ausscheiden McCoys 1991 machten die verbliebenen Musik mit neuem Sänger unter dem Namen Rubicon weiter, aber diesem Projekt  war keine große Zukunft beschieden. Auch McCoys Solo-Aktivitäten als The Nefilim kamen nicht so gut an. „Zoon“ sein einziges Album, war im bereich des Gothic-Metal angesiedelt, kam also deutlich härter und ungeschliffener daher als die Fields. Und obwohl sich einige wirklich großartige Songs darauf befanden, fiel das Album bei den Fans und Kritikern durch. 

Zehn Jahre nach dem Split der Band ging dann ein Aufschrei durch die Gemeinde. Die Fields Of The Nephilim hatten sich wieder zusammen getan und ein neues Album stand kurz vor der Fertigstellung. Aber auch „From Gehenna To Here“ konnte nicht alle Kritiker überzeugen.

Man machte aber dennoch weiter und nun steht das zweite Werk nach der Reunion in den Regalen. Eingespielt und produziert habe es McCoy und der Bassist Tony Pettitt und – reden wir nicht lange drum herum – mit diesem Werk erklimmen die Fields wieder den Gipfel des Düsterrocks. Stilistisch ist „Fallen“ zwischen den alten Klassikern und der etwas härteren Solo-Gangart McCoys angesiedelt und das tut der Musik nur gut. 

Alle Zutaten, die die Fields Of The Nephilim vor zwanzig Jahren zu lebenden Legenden werden ließen, tauchen auch hier wieder auf. McCoys beschwörendes Organ, die typischen Gitarren und die abgrundtiefe Düsterkeit der Songs zeichnen auch „Fallen“ aus. Wer ein Faible für die dunklen Seiten des Lebens und deren musikalische Umsetzung hegt, kommt an diesem Album nicht vorbei.

Tracklisting
1. Dead To The World
2. From The Fire
3. Thirst
4. Darkcell AD
5. Subsanity
6. Hollow Doll
7. Fallen
8. Deeper
9. Premonition
10. One More Nightmare