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Go For It—Live SPV 74792 DCD (VÖ: 02.06.03) Sie kommen aus dem sonnigen Kalifornien, geben als hauptsächliche Themen ihrer Musik Ufos, Skateboards, Surfen, Autos und Flipperautomaten an und machen eine Musik, die so knochentrocken ist wie die kalifornische Wüste. Die Rede ist von Fu Manchu, einer der derzeit angesagtesten Stoner-Rock-Bands überhaupt. Eine zeitlang bewegte sich das kalifornische Quartett im Schatten von Kollegen wie Kyuss oder den Queens Of The Stone Age, doch mittlerweile stehen sie selbst in der ersten Reihe. Das liegt in erster Linie an der Qualität ihrer Songs, mit denen sie sich eine ständig wachsende Fangemeinde erspielen konnten. Gegründet wurde Fu Manchu schon zu Beginn der 90er Jahre, einer Zeit also, als das Genre Stoner Rock gerade einmal so richtig laufen lernte. Schon damals besaß die Band bei den Fans des schwerfälligen Wüstenrock einen wohlklingenden Namen. Touren mit The Melvins, den schon erwähnten Kyuss, Monster Magnet oder White Zombie folgten und erweiterten die Fanbasis erheblich. Spätestens mit dem 1997er Album „The Action Is Go“ machten die beiden Gründungsmitglieder Scott Hill und Brad Davis mit ihren wechselnden Mitstreitern auch hier zu Lande nachhaltig auf sich aufmerksam. Mittlerweile sind bereits sieben Fu Machu-Alben erschienen, das letzte „California Crossing“, im Herbst letzen Jahres. Angesichts solcher Zahlen wurde es höchste Zeit, dass die Wüstenrocker mal ein Live-Opus in Angriff nahmen. Schließlich gelten ihre Auftritte als ganz besondere Leckerbissen für jeden Rockfan. Während der Tour zum letzten Album war es endlich soweit, Fu Manchu haben die Bandmaschinen angeworfen und einige Gigs mitgeschnitten. Das Material für „Go For It...Live“ wurde schließlich in L.A. und Stockholm aufgezeichnet. Die beiden Silberlinge enthalten 22 Songs, die mehrheitlich den letzten drei Alben entstammten. Eingefangen haben sie die rohe Energie ihrer Konzerte, die ihre Fans so sehr zu schätzen wissen. Darüber hinaus sind die Songs von Fu Manchu von einem exzellenten Riffing gekennzeichnet, so dass man beim Zuhören einfach mitgehen muss. Ein Konzert des Quartetts kann also zu einer schweißtreibenden Angelegenheit werden. Und schließlich knirscht bei jeden Song der Wüstensand gehörig im Getriebe, so dass selbst die weniger Schwerfälligen Titel noch immer nicht wirklich fröhlich oder beschwingt wirken. Auch sie kommen noch etwas behäbig und schwerfällig, aber eben auch kraftvoll und unwiderstehlich daher wie ein Monstertruck auf der staubigen Piste irgendwo in den Weiter der kalifornischen Wüsten. Der ist zwar kein Rennwagen,
wenn so ein Gefährt aber erst einmal auf Touren kommt, ist es so schnell
nicht mehr aufzuhalten. Eigentlich genauso wie diese Band, wenn sie einmal
auf der Bühne steht.
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