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The Seventh Sign SPV 74752 Magnum Opus SPV 74762 Inspiration SPV 74772 Seit dem Erscheinen seines Debut-Albums im Jahr 1984 setzte Yngwie Malmsteen ohne Zweifel Akzente in der Rockmusik. So gilt der Schwede als einer der flinksten Saitenvirtuosen überhaupt. Zudem sorgte seine Vorliebe für klassische Musik auf der einen Seite und die großer Gitarrenhelden auf der Anderen für eine ganz besondere Spielart des Hardrock, die gerne als neoklassisch bezeichnet wird. Das „Rising Force“ betitelte Album schlug ein wie die sprichwörtliche Bombe und auch die folgende Tournee sorgte für überschwängliche Kritiken. Der „Rock Hard“-Kritiker Götz Kühnemund verstieg sich gar zu der Äußerung: „Ich habe den Messias gesehen. Er erschien in der Zeche zu Bochum und predigte seinen Jüngern“. Aber nicht alle Hardrock- und Metalfreunde äußerten sich so enthusiastisch über den Meister der flinken Finger. Gerne wurde ihm seine Fingerfertigkeit und Geschwindigkeit auf den sechs Saiten auch zum Vorwurf gemacht. Er treibe seine Kunst bisweilen einfach zu sehr auf die Spitze und klinge im Geschwindigkeitsrausch zu selbstverliebt, um noch zu gefallen, hieß es manchmal. Und wirklich schien Malmsteens Stern zu Beginn der 90er Jahre manchmal im Sinken begriffen zu sein. Irgendwie vermochten seine Platten nicht mehr wirklich zu begeistern. Viele Kritiker und auch einige Fans sahen das Ende kommen, doch dann erschienen in der Zeit von 1994 bis 1996 drei Alben, die keine Fragen mehr offen ließen und auch die ärgsten Kritiker zu überzeigen vermochten. Den Anfang machte „The Seventh Sign“, ein Jahr später folgte das selbstbewusst betitelte „Magnum Opus“. Bei beiden Alben fällt auf, dass der Meister die Langsamkeit wieder für sich entdeckt hat. Neben der bekannten und gewohnt perfekt dargebotenen Saitenakrobatik in bisweilen schwindelerregender Geschwindigkeit findet sich auf beiden Alben auch schwerfälliger und melodiöser Metal. Insbesondere „The Seventh Sign“ kann mit einigen Beispielen für diese „neue Schwerfälligkeit“, die Malmsteen übrigens auch hervorragend zu meistern imstande ist, aufwarten. Abwechslung war also das Gebot der Stunde in dieser zweiten Hälfte der 90er Jahre. Und abwechslungsreich sollte es auch mit der nächsten Veröffentlichung weitergehen. „Inspiration“ nannte der Schwede ein Projekt, das er schon lange verwirklichen wollte. Auf diesem Album versammelte er all die Songs, die ihn als Musiker besonders geprägt haben. Hier findet man. Klassiker von Deep Purple, Rainbow, Kansas, Rush und natürlich Jimi Hendrix. Dabei verleiht Malmsteen diesen Songs durchaus seine eigene Note, mit simplen Nachspielen ist es bei ihm nicht getan. Besonders interessant sind natürlich die Vergleiche, die man anhand der Songs zwischen Malmsteen und beispielsweise Ritchie Blackmore ziehen kann und bei denen der Schwede recht gut abschneidet. Insgesamt haben wir es hier mit brillanten Coverversionen tollen Songs zu tun, „Inspiration“ stellt sich also als würdiger Nachfolger der beiden eben vorgestellten Alben dar. Jeder Freund der gepflegten
Metal-Gitarre sollte diese drei Alben auf jeden Fall sein eigen nennen.
Damit die Entscheidung für diese Werke noch ein wenig leichter fällt,
erscheinen über SPV nun die Re-Releases der CDs. Dabei enthält
jedes Album ein neues Artwork, ein neues Booklet mit teilweise noch nicht
veröffentlichten Fotos, neue und interessante Linernotes, sowie je
einen bislang unveröffentlichten Bonustrack. Diese feine Ausstattung
stellt neben der großartigen Musik ein weiteres Argument für
die drei Neuveröffentlichungen dar.
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