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Saint Mary Of The Woods Fenn Music/Sugarhill Records Sug-CD 1071 (VÖ: 09.12.02) Nicht jeder, der im zarten Kindesalter mit guter Musik traktiert wird, versucht sich als Erwachsener schließlich auch als Musiker. James McMurtry hingegen ist einer dieser Menschen. In seinem Elternhaus lief Johnny Cash und bereits mit neun Jahren besuchte er sein erstes Konzert – eine Perfomrance von Kris Kristofferson und Rita Coolidge. Zwei Jahre zuvor machte er die ersten Versuche mit der Gitarre. Neben Musikern wie Cash und Kristofferson nennt McMurtry auch z.B. The Band als großen musikalischen Einfluss. Damit wäre also auch sein musikalischer Kosmos recht gut abgesteckt. 1989 war es schließlich soweit, McMurtrys erstes Album kam auf den Markt. Produziert wurde das Werk von niemand geringerem als John Mellencamp. Aber nicht nur wegen ihm erlangte die Platte viel Aufmerksamkeit. McMurtry wusste einfach mit seinem Songwriting und seinen musikalischen Qualitäten zu überzeugen. In den folgenden Jahren veröffentlichte er noch vier weitere Alben. Nun, drei Jahre nach dem letzten Werk, liegt mit „Saint Mary Of The Woods“ die sechste CD des Songwriters aus Texas vor. Mit ihr feiert der Musiker nun auch seinen Einstand als Produzent. Und der ist wirklich gelungen! Zehn Songs hat McMurtry für das Album geschrieben. Inhaltlich geht es – wie schon häufiger bei ihm – um Biker, Trucker, Junkies und Ölarbeiter und das, was vom sogenannten „American Dream“ heutzutage noch übrig geblieben ist. Dabei fallen vor allem seine gute Beobachtungsgabe und treffsichere Lyrik auf, die den Songwriter als einen der besten seiner Zunft erscheinen lassen. Musikalisch präsentiert sich dem Hörer eine gute Mischung aus Rock, Blues, Americana und Country. Auf „Saint Mary Of The Woods“ sorgt neben McMurtrys Band der Ex-Faces Keyboarder Ian McLagan für die besonderen Akzente. Dabei weiß aber auch – wie im übrigen die ganze Band – sich an den richtigen Stellen klug zurückzuhalten. So entsteht eine wunderbar entspannte musikalische Untermalung für die hervorragenden Songs. Bislang konnte McMurtry
trotz vielen guter Kritiken den großen Durchbruch für sich noch
nicht verzeichnen. Dies aktuelle Album könnte nun aber dafür
sorgen, dass er endgültig als das erkannt wird, was er schon seit
längerem ist: ein großartiger Musiker.
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