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Emotions Repertoire REP 4930 Nachdem 1965 gleich zwei Alben der Pretty Things auf den Markt gekommen waren. Ließen Phil May, Dick Taylor und die restlichen Things es zunächst etwas ruhiger angehen (zumindest was die Plattenproduktion anging). Mittlerweile hatten die Pretty Things erfahren müssen, dass ihre Musik sie sicherlich nicht zu Superstars werden ließ, dafür war die Szene Mitte der 60er wohl noch zu bieder und hausbacken. Dennoch konnten sie mit ihrem kompromisslosen und harten Rock eine Fangemeinde um sich versammeln. Die glaubten bei der Veröffentlichung von „Emotion“ zunächst ihren Ohren nicht richtig zu trauen. Herrschten auf den ersten bedien Alben noch fast archaische Rock und Rhythm & Blues Klänge, die in typischer Pretty Things Manier durch den Wolf gedreht mit größtmöglicher Direktheit vermittelt wurden, kam dieses neue Album deutlich zahmer daher. Zudem experimentierten die Herren mit elektronischen und psychedelischen Klängen (die damals so langsam in Mode kamen) und mit Bläsersätzen, die der Musik hin und wieder eine richtig funkige Note verliehen. Das wollte erst einmal verdaut werden. Einige Fans wandten sich enttäuscht von der hand ab, doch wer die nötige Offenheit für Experimente mitbrachte und sich das Album noch ein- oder zweimal zu Gemüte führte, bemerkte schließlich, dass auch „Emotions“ eine außergewöhnlich gute Produktion geworden war. Die Pretty Things waren musikalisch und produktionstechnisch lediglich gereift, sie waren sich ansonsten aber keineswegs untreu geworden. Auch auf diesem Album lässt sich viel der alten Härte und Kompromisslosigkeit wieder erkennen. Und wieder einmal waren die Pretty Things ihrer Zeit ein wenig voraus – Ausflüge ins Psychedelische und eine Fusion verschiedener Musikstile wurde Ende der 60er erst langsam salonfähig. „Emotions“ wird von Repertoire gleich mit elf Bonus Tracks ausgeliefert, so dass auch Besitzer der Original-Scheibe gut beraten sind, sich dieses kleine Meisterwerk anzuschaffen. |
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