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Get The Picture Repertoire REP 4928 Noch im selben Jahr wie das Debüt erschien das zweite Album der Pretty Things. Über mangelnde Kreativität musste sich die Musiker also damals kaum Sorgen machen. Hatte auf dem selbstbetitelten Debüt noch Coverversionen dominiert, griff die Pretty Things hier nun in erster Linie auf Eigenkompositionen zurück. Das tat dem Sound der Band spürbar gut. „Get The Picture“ kommt nämlich ein ganzes Stück ausgereifter daher als das nur kurze Zeit zuvor veröffentlichte Werk. Dabei lassen May und Konsorten indes ihre Ruppigkeit und Kompromisslosigkeit keinesfalls vermissen. Ganz im Gegenteil geht es auf diesem Album bisweilen sogar noch ein wenig direkter und härter zu Sache. Hier hatte eine Band offenbar ihren Stil gefunden. Ihr Publikum schienen die Pretty Things indes nicht unbedingt zu finden, denn so erfischend anders ihre Alben auch klangen, zu großen Stars machte sie sie nicht. Hört man sich die Album nun an, muss man sich bisweilen fragen, warum diese großartigen Platten damals nicht zu den Kassenschlagern zählten. Vielleicht war das Publik Mitte der 60er Jahre einfach noch nicht reif für diese Band und ihre Musik. Der Rockfan heutiger
Zeit ist da natürlich ganz Anderes gewohnt und dürfte auch an
dieser Scheibe seine Freude haben, zumal das gute Stück auch wieder
üppig mit Bonus-Tracks ausgestattet ist. Die sechs zusätzlichen
Titel enthalten B-Seiten und seltenen EP-Beiträge der Band. Und wiederum
wird das Vergnügen durch ausführliche und spannende Liner Notes
abgerundet – eine feine Sache also.
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