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S.F. Sorrow Repertoire REP 4929 Mit Veröffentlichung ihres 67er Albums “Emotions” hatten die Pretty Things einmal mehr eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass sie nicht gewillt waren, mit ihrem musikalischen Output auf den Geschmack anderer Leute Rücksicht zu nehmen. So nahmen sie auch in kauf, dass die wenigen eingeschworenen Fans sich über die funky und psychedelischen Experimente der band wenig erfreut zeigten. Das war – im Nachhinein betrachtet – auch gut so, denn die Scheibe ist wirklich gut geworden. Es dauerte nur ein Jahr, bis die Band ihre Fans ein weiteres mal überraschte. Mit „S.F.Sorrow“ legten sie ein Album vor, das es in dieser Form noch gar nicht gegeben hatte. Die Platte gilt als erste Rockoper überhaupt und wer sich die Songs anhört merkt, wo The Who die Inspiration für einige Songs auf „Tommy“ hergenommen haben. Von den vier ersten LPs der Pretty Things stellt „S.F. Sorrow“ sicherlich die ruhigste dar. Hier herrschen ganz die harmonischen Klänge vor, nur wenig ist von der Aggressivität vor allem der ersten beiden Pretty Things Produktionen zu spüren. Manche Kritiker wollten gar Anklänge an die Beatles vernehmen – die kann ich allerdings hier nur schwer ausmachen. Und das ist auch gut so, denn die Beatles kamen nun doch ein wenig zu bieder daher. Insgesamt stellt dies Konzeptalbum das wohl revolutionärste Werk der Pretty Things da. Ebenso wie der Rockfan heutzutage immer wieder gern zu „Tommy“, dem Meisterwerk der Who greift, sollte er diese Rockoper sein eigen nennen. Damit sich der Kauf
dieser Wiederveröffentlichung auch wirklich lohnt, kommt die CD mit
sieben Bonus Tracks und einem ausführlichem Booklet daher.
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